3. Mai 2007
Trotz meiner geringen Kompetenzen in Sachen Mathematik finde ich Architektur an sich hoch interessant. Ob das nun kleine alte Fachwerkhäuser sind oder moderne Glaskörper – ich kann mich dafür begeistern.
Ein Thema für sich sind sicherlich Wolkenkratzer. Während es hierzulande eher Wenige gibt, und dann noch viel weniger Hochbauten, die auch ansehnlich sind, findet man in anderen Ländern die Meisterwerke des Wolkenkratzerdesigns. Wunderschön finde ich den bambusartigen Turm des Taipei 101:
Das pagodenähnliche Design verkörpert Eleganz, Einbettung in die kulturelle Umgebung und Zweckmäßigkeit, aber auch das Streben nach Höherem. Es scheint, als könnte jederzeit ein ehrgeiziger Unternehmer noch ein paar Segmente drauf setzen.
Wie hässlich kommt mir dagegen der Commerzbank Tower vor. Nun gut, er ist einige Jahre älter. Aber trotzdem, was sagt denn dieser Büroturm aus? Dem Design nach zu urteilen soll er wohl die Bankkunden Ehrfurcht lehren:
Kühle Eleganz? Vielleicht, aber im Vergleich zu anderen Himmelsstürmern doch ziemlich globig.
Zum künftigen höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Dubai, hab ich noch kein abgeschlossenes Meinungsbild:
Der Y-förmige Grundriss ist ja wegen der Höhe und der seitlichen Ansicht nicht auszumachen. Die Abstufungen lassen den Turm zur Zeit ziemlich……unabgeschlossen aussehen, was ja augenscheinlich auch der Fall ist^^. Bereits jetzt ist der Rohbau das zweithöchste Gebäude, mit fast 500 Metern. Bis zu 800 sind im Gespräch! Sollte er aber das angestrebte Aussehen erhalten, wäre ich geneigt, mir das vor Ort anzusehen. Dubai ist wohl wirklich eine Reise wert.
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Verfasst von kompliziert
9. März 2007
Gestern Abend, leider erst um 23:00 Uhr, strahlte das ZDF eine Dokumentation über christlichen und islamistischen Fundamentalismus aus. Meiner Meinung nach eine ausgezeichnetem ausgewogene und – leider – beängstigende Sendung.
Der große Graben
Die islamistischen Terroristen rechtfertigen sich mit dem Koran und dem „Jihad„, also dem religiösen Krieg (was Jihad wörtlich bedeutet, entspricht nicht Krieg, ich weiß)., den sie gegen das Christen- und Judentum führen müssen, die Verteidigung mit dem Schwert. Aggressoren sind also laut islamistischen Extremisten die Christen.
Die evangelikalen radikalen Gruppen in den USA und auch Europa rechtfertigen sich mit der Bibel und dem Sendungsbewusstsein der Christen. Vorallem müssen sie gegen den Antichristen, verkörpert durch den Islam, kämpfen. Aber sie lehnen Gewalt ab. Also beten sie für ihren Präsidenten und seine Armee.
Fällt dir was auf? Ziemlich ähnliche Ansichten! Das ist erschreckend. Wenn eine evangelikale Pilgergruppe in Israel das Gelände besichtigt, auf dem sie das Armageddon vermuten (das ja bald passiert) und dabei davon spricht das „der in der EU geborene Antichrist“ hier „zwei Drittel der Juden vernichten wird“……..Hilfe!! Dabei biedern sie sich auch noch Israel an: „Die glauben immerhin an den gleichen Gott. Aber da sie Jesus nicht wie wir sehen, werden sie nicht erlöst werden.“ (so ungefähr der Sinn der Worte eines Interviewpartners).
Was ist das für eine Welt, die so sehr auf Endzeit ausgerichtet ist, jedenfalls für manche Menschen? Gerade den Christen in Europa und Amerika geht es ziemlich gut, sie leben in Sicherheit und Wohlstand. Naja, vielleicht braucht man genau deshalb ein Feindbild. Beim Islam ist es umgekehrt,
Warum ist es so schwierig, mit gemäßigten Christen zu einer Übereinkunft zu kommen: Dass es genau so gefährliche christliche Fundis gibt wie islamistische? Dann heißt es immer: „Nein, die christlichen Extremisten handeln nicht in Gottes Willen, aber die Islamisten handel nach dem Koran!“
Das ist ein Kindergartenkrieg. Nur leider völlig real, und man wirft nicht mit Bauklötzen.
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Verfasst von kompliziert