Der gestrige Abend wurde entscheidend von einigen spontanen Einfällen geprägt. Das ist verwunderlich; normalerweise ist das mit einem Zauderer wie mir nicht so einfach. Aber wenn sowieso der „Plan“ über den Haufen geworfen worden ist bin anscheinend sogar ich imstande mich auf Unvorhergesehenes einzulassen.
Wie gesagt: Der Plan war ohnehin gefloppt. Ursprünglich wollte ich mit Freunden in einer Diskothek den Abend/die Nacht verbringen – ein bekannter DJ hat da gestern aufgelegt. Aber einige meiner Kompagnons haben den bekanntesten Song von Fedde Le Grand wohl zu wörtlich genommen: „Let me think about it“. Und irgendwann sind die dann zum Schluss gekommen, den Abend einfach mal spontan abzusagen. Sie wussten wohl nicht, was sie mir damit angetan haben. Spontane Änderungen verkraftet mein Gehirn sehr selten, jedenfalls nie ohne mittlere Katastrophen auszulösen. Denn: Wenn ich einen Plan gefasst habe, will ich den auch umsetzen. Und wenn schon die eigentliche Aktivität nicht stattfindet, dann muss eben ein Ersatz her, der ansonsten die gleichen Umstände hat. In diesem Fall also: Irgendeine Abendgestaltung in der Stadt. Wie gut, dass ich mich für die Zeit vor dem angedachten House-Besuch sowieso verabredet hatte. Also baute ich das (teure) Eisessen kurzerhand aus: In Nürnberg wird nämlich zur Zeit die U3, die erste automatische ergo fahrerlose U-Bahn in Deutschland, getestet und soll im Juni in den fahrplanmäßigen Betrieb gehen. Sozusagen zur „Eingewöhnung“ und als Gelegenheit zur Anfreundung mit der modernen Technik kann man aber schon jetzt an Wochenenden mitfahren. Wenige Minuten nach meinem Einfall saßen wir auch schon in einem modernen Zug, bei dem in Ermangelung eines Fahrers die Führerkabine durch eine große Panoramascheibe ersetzt wurde. Es ist schon ein komisches (kein schlechtes!) Gefühl, in einen gähnenden Tunnel zu starren. Das ganze hat dann ein bisschen was von Achterbahn, wenn die Züge Fahrt aufnehmen. Nun, ich kann nicht meckern: Die Computer steuern ziemlich exakt, was sich vor allem bei Bremsungen und Beschleunigung bemerkbar macht: Kein einziges Mal zu viel davon. Also weder Ruckeln noch abruptes Bremsen. Toll.
So fuhren wir also 25 Minuten die neue Linie ab, sahen uns die Bahnhöfe an und staunten. Anscheinend haben die Verantwortlichen aus den Bausünden in Sachen U-Bahnhof gelernt: Licht, bisweilen auch Farbe und Eleganz dominieren in den architektonischen Kategorien.
Gegen neun Uhr verschlug es uns dann noch ins Kino – „Ironman“ zeigte uns seine stahlharte Faust. In Kürze mehr zu diesem nicht einmal schlechten Film.
13. Mai 2008 um 11:03
[...] Wie bereits berichtet, war ich vor Kurzem unversehens in der Marvel-Comic-Verfilmung “Ironman”. Da der [...]